Privatsphäre? - War mal ‘ne gute Idee, abä: wird ja alles wieder heile

February 27th, 2008 by kafisch

Wo ich gerade dabei bin, da war heute doch noch was:

[…]
Nicht zuletzt haben die obersten Richter dem Gesetzgeber in Nordrhein-Westfalen erwartungsgemäß die windige Basis für Netzbespitzelungen durch die dortigen Staatsschützer um die Ohren gehauen. Die entsprechende Klausel sei nichtig, da sie den Auflagen zur Normenklarheit und zur Verhältnismäßigkeit nicht entspreche, betonen sie in dem Grundsatzurteil.
[…]

(Quelle: heisenews: Neues “Computer-Grundrecht” schützt auch Laptops und Daten im Arbeitsspeicher)

Vorbeugendes Schnüffeln ist tabu - es muss Gefahr für Leib und Leben bestehen, bevor der Staat Festplatten ausspähen darf. Mit diesem Urteil ist das Verfassungsgericht im Informationszeitalter angekommen und hat ein IT-Grundrecht erfunden: Der Computer wird zum Teil der Persönlichkeit.

(Quelle: SPON: Richter erfinden das Computer-Grundrecht)

108 seitigies Dokument? Na denn. Auf die Selbstverständlichkeiten moderner Zivilisation & Demokratie! Aber nun mal *Spassbremse/Ossi aus* und: geil ist das! Prost Gemeinde!!! :-)

liebe ist… “evil in a closet” & was ich euch noch gerne auf die ohren geben würde

February 27th, 2008 by kafisch

Zuerst die spektakuläre Neuigkeit: Ja, mein Blog ist nahezu tot! Was ich erwähnenswert finde ist seit geraumer Zeit zu 98% technoid, hat Notiz-Charakter und findet sich im Wiki . :-)

Des Weiteren: Mir ist erst vor kurzem aufgefallen, dass “evil in a closet” von In Flames eines der schönsten mir bekannten Liebeslieder ist! Echt! Wäre nicht weiter verwunderlich, wenn’s nicht seit geraumer Zeit regelmässig aus meiner Bude dröhnen würde. ;-) Erkenntnisfördernd hat sich hier die “Fetch Lyrics” Funktion von Amarok ausgewirkt:

We were one in words
You finished my sentences
I can never attract tomorrow
It pushes me aside

I sink in waters deep
Your presence kept me floating
Far from depths where secrets lie
Maybe in another lifetime
I could be the first you meet

I once read a poem
Held my breath
But that moment’s gone
First time I felt life somewhat hurts
Need an option, a reason and some hope

Yell at me, i want to be your light that shines
But my ground’s shaking and I might fall
I wish that I could say… I wish that I could
be your evil in a closet

Metaller sind tief in ihrem Herzen eben auch nur romantische Weicheier / Klassiker! Yea! :-)

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Wie gut, dass wieder einer auf uns aufpasst…

September 20th, 2007 by kafisch

Mit Befremden nehme ich den zunehmend respektlosen Umgang der Netzgemeinde mit einem älteren Herrn, der selbst im Angesicht eines drohenden Atomschlages Nerven aus Stahl zeigt, war.

Aber ich rufe dennoch zur Gelassenheit auf“, sagte Schäuble. „Es hat keinen Zweck, dass wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben, weil wir uns vorher schon in eine Weltuntergangsstimmung versetzen.”
(faz.net: Schäuble warnt vor Atom-Anschlag)

Ist es denn nicht beruhigend, dass uns - in Zeiten allgegenwärtiger “Eigenverantwortung” - endlich einmal Angeboten wird, Lasten auf breitere Schultern zu legen und uns “wieder sicher” fühlen zu dürfen? Politiker könnten uns sogar - wie eitle Eltern - vor uns selbst beschützen, wenn wir endlich diese albernen Grundrechte auf Privatspähre aufgeben könnten. Wenn ich nicht Linux nutzen würde, würde ich mir den Bundestrojaner in vorauseilendem Gehorsam am liebsten selber aufspielen! Jawohl ihr ewig Gestrigen, immer dieser lächerliche Aberglaube, dass ein Staat der seine Bürger legal bespitzelt, nicht gut ist. Sowas, also wirklich, Leute, Leute, was nehmt ihr für Zeug? *kopfschüttel* ;-)

Anonyme digitale Identitäten - vielleicht bald unmöglich?

March 23rd, 2007 by kafisch

Oh, nur weil ich gerade das schon eine Weile zurückliegende Chaosradio-Thema “Digitale Identitäten” gehört habe: Auf z.B. anonbox gibt’s beim CCC die Möglichkeit sich eine anonyme E-Mailadresse anzulegen. Und zwar “in echt”: also keine Angabe einer Weiterleitung, keine Sammelwut von IPs etc. Nutzt man z.B. TOR um dorthinzugelangen, ist das quasi ein Garant für echte Anonymität ohne grössere Aufwände. Könnte man insbesondere nutzen, um sich - solange das noch geht ;-) - eine echte anonyme Identät beim FLICKrn, GMailen whatever zuzulegen. Vielleicht kann man dann auch mal seinen Kindern erzählen, wie das noch war, als man ein staatlich verbrieftes Recht auf Privatspäre hatte und nicht schon auf dem normalen Perso einzigartige Merkmale wie Fingerabdrücke oder gar Genom gespeichert wurden, sondern derartiges nur bei Verbrechern üblich war (und selbst dort menschlicherweise Rechte zu beachten waren). Wie sich dann die Geschichte wiederholte (so wie Nietzsche das schon immer wusste) und plötzlich jeder ein potentieller Verbrecher war und die totale Kontrolle über die Demokratie kam…
*paranoia off* Schönes WE und happy 1984 ! :-)

Spammer-Pest in den Live-Bookmarks / Scuttle :-(

March 17th, 2007 by kafisch

Der Live-Bookmark-Service auf querzone.de wird in letzter Zeit massiv zugespammt. Da Scuttle keine Schutzmechanismen wie CAPTCHAs , Kopplung an Akismet o.Ä. bietet und ich momentan echt nicht den Nerv habe, das dort reinzuhacken, behelfe ich mir vorerst händisch. Die Struktur der Scuttle DB ist einfach & selbsterklärend. Im Folgenden ein Bsp. zum Raushauen aller Einträge für den Spammer mit der uId 13:


# 1. tags
DELETE FROM sc_tags USING sc_tags, sc_bookmarks WHERE
sc_tags.bId = sc_bookmarks.bId AND sc_bookmarks.uId = 13
# 2. bookmarks
DELETE from sc_bookmarks WHERE uId = 13;
# 3. user
DELETE FROM sc_users WHERE uId = 13;

Und weg ist der Dreck! :-) Will man ersteinmal wissen, was einen Spammer / Bot so bewegt (da lässt sich bestimmt automatisierte Netztkunst draus machen) hilft ein Subquery :


SELECT * FROM sc_tags WHERE sc_tags.bId IN (select bId from sc_bookmarks WHERE sc_bookmarks.uId = 13)

monomatik - kölsche zwischentöne

March 5th, 2007 by kafisch

id024_frontcover_mittel.jpg Die Geschichten von vermissten Leuten, die eigentlich nur mal eben zum Zigarettenautomaten gehen wollten und irgendwie nicht wiederkamen, haben mit Sicherheit interessante Soundtracks. Leider ist davon sogut wie nichts dokumentiert. Schongarnicht in Köln, wo ja jedermann und -frau gerne bleiben will, wenn einmal dort angekommen. *g* ;-) Soundtüftler wie monomatik schaffen es aber zum Glück, einen Teil dieser Sehnsucht in Töne zu packen und jedem potentiellen Dessidenten kostenfrei zugänglich zu machen. So (vor geraumer Zeit) geschenen auf dem Netlabel ideology: :

  • I know it’s over (and it never really began)
  • How to do things with words
  • slices & cuts - Meditation in Streifen

    February 17th, 2007 by kafisch

    thumb_cutshimmelorscreenshot25.png

    thumb_cutshimmelorscreenshot18.png

    In dem kleinen Grafik-Projekt “slices & cuts” lasse ich online zufällige Kombinationen aus 3 bis 5 verschiedenen Bildteilen erstellen. Der jeweils zur Auswahl bereitstehende “Bilderpool” hat immer ein bestimmtes Thema. Bei “himmel / öffentlicher raum” werden z.B. Himmel verschiedener Orte zu gleichen (oder unterschiedlichen) Zeiten mit visuellen Eindrücken öffentlicher Plätze (Parkbänke, Typo, Schilder etc.) gemixt. Natürlich habe ich keine Mühen gescheut - für einige urbane Bilder bin ich sturzbetrunken durch meine Wahlheimat gestolpert. :-)


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    krepuskule - heavenly voices auf metal

    February 16th, 2007 by kafisch

    krepuskule1.jpg Das Konzept von glasklarer Frauenstimme auf schnellem melodischen Gitarrengrund ist ja sehr beliebt und nicht mehr besonders innovativ, aber dafür einfach gut. :-) Besonders wenn man das so schön macht wie Krepuskule auf ihrem viel zu kurzen 3 Track-Demo bei jamendo.

    Feines Theater in Gitarre

    February 1st, 2007 by kafisch

    jtbruce_dreamersparadox.jpg “Dreamer’s Paradox” von JT Bruce ist echtes Rock-Theater. Psychedelisch, klassisch, klar und fliessend, irgendwie absolut unzeitgemäss und einfach nur geil! Das einzige, was mir daran fehlt sind ein paar “schleifende”, finstere Momente, aber das haben diese klassischen Rock-Opern wohl nie? Schade eigentlich. Aber egal, dieser Künstler sollte eine Spende Wert sein! Wer nicht mit Bittorrent oder eMule laden möchte, kann sich auf der Website des Künstlers einfach via HTTP bedienen.

    Trick 17: So funktioniert das mit dem Geld

    January 18th, 2007 by kafisch

    Total blöd, diese Klimakatastrophe. Ist doch echt peinlich dabei mit Erkältung im Bett rumzukullern, rumzuschnoddern und guten Appetit. Wahrscheinlich könnte man Draussen sogar barfuss laufen und hätte danach nichtmal blaue Zehen, geschweige denn was ernstes. Umso bescheuerter jetzt nur noch durch den Mund atmen zu können. Sieht doch albern aus. Dass passende legale Drogenmixe (Paracetamol, Ethanol, Vitamin C, Coffein, bla) dann auch noch einen Haufen Geld kosten, an dem es chronisch mangelt, rückt aber plötzlich alles wieder in die gewohnte Ordnung:

    Merkwürdig, wie einfach das alles eigentlich ist. Kein Wunder, dass man da krank wird! :-)

    Wie funktioniert Geld? - Teil I
    Wie funktioniert Geld? - Teil II
    Wie funktioniert Geld? - Teil III

    Netaudio aus Fronkroisch

    January 14th, 2007 by kafisch

    lacuriositetualechat.jpg lonah_pieces.jpg Beim Stöbern auf jamendo findet man ab und zu sehr interessante Musik unter einer zeitgemässen Lizenz. Angetan haben es mir diesmal 2 gitarrenlastigere Releases. Leider sind meine Französischkenntnisse mittlerweile so erbärmlich, dass ich sogut wie keine Textzeile verstehe, aber die Musik liegt auch ohne Textverständniss gut im Ohr. :-)

    la curiosite tua le chat / la curiosité tua le chat
    Lonah / Pieces

    screencasting - zeigen was geht

    January 14th, 2007 by kafisch

    Screencating ist das Bullshitbingo Wort für kleine, idealerweise kommentierte Mitschnitte vom Ablauf der Bedienung einer Software. Dabei kann man sich schnell einen Eindruck davon verschaffen, ob sich eine Beschäftigung damit lohnt. Beispielhaft sei hier das Freewheeling Projekt aufgeführt, auf dass ich vor ca. 2 Jahren durch eben so eine Demo des Autors aufmerksam wurde. Da Videos i.d.R. recht platzintensiv sind & sich die meissten anspruchsvollen Aufgaben unter UNIX-Derivaten elegant per Kommandozeile lösen lassen, favorisiere ich den puristischen Ansatz, sich Typescripts anzufertigen. Dafür gibt es das Kommando script , welches alles, was man tippt (und welche Ausgaben darauf folgen) mitprotokolliert und in ein Textfile schreibt. In der GNU-Version kann man Timing-Informationen mitschreiben lassen, die ein Replay aller Textaus- und -eingaben ermöglichen. Das ist ideal, um kompliziertere Tätigkeiten mal eben on-the-fly zu dokumentieren. Lässt sich auch einfach in FLASH-Movies etc. umwandeln, um’s z.B. dem Chef zugänglich zu machen (dabei geht natürlich das platzsparende Textformat flöten). Im Wiki habe ich beschrieben, wie das gemacht wird.

    Für grafische Mitschnitte (Klänge zusammenschrauben, User Apps bedienen) habe ich bisher eine VNC-Session bemüht. Das war mit Aufwand verbunden und kam daher selten vor. :-) Auf Carthik’s Ubuntu Blog habe ich - etwas verspätet ;-) - eine elegante Lösung via ffmpeg gefunden und adaptiert.

    News Dealer - Google Reader bzw. was ist eigentlich ein Newsaggregator?

    January 5th, 2007 by kafisch

    Wer Angst hat, interessante Nachrichten zu verpassen, ist mit einem sog. Newsaggregator gut bedient. Damit werden Neuigkeiten von den bevorzugten Homepages, Blogs, Portalen etc. übersichtlich zusammengefasst (aggregiert). Der Nutzen ist hoch: ich überfliege die News und suche das für mich interessante heraus, ein Klick und schon lese ich den Artikel. Technokraten tun das üblicherweise in parallelen Tabs. :-)

    Bisher nutzte ich dafür das leichtgewichtige Firefox-Plugin sage . Ähnlich wie bei lokalen Bookmarks, ging es mir aber schnell auf den Senkel an verschiedenen Orten, verschiedene Aggregate zu haben bzw. an Stationen mit Microdoof oft gar keine. Wie bei den Bookmarks bietet eine webbasierte Lösung einen eleganten Ausweg.

    Google Reader ist nur eine von vielen. Ich habe GR ausgewählt, weil das Interface sehr aufgeräumt ist und man die Funktionen intuitiv begreift. GR wirkt “ballastfrei”. Er unterstützt Tagging und Ordnerstrukturen und bietet die Möglichkeit, Beitrage einfach mit anderen zu teilen. Im- & (was vielleicht wichtiger ist) Export der abonnierten Feeds im OPML Format wird auch unterstützt. Negativ finde ich, dass momentan eine Suchfunktion zu fehlen scheint. Probieren lohnt sich aber auf jeden Fall!

    Weitere populäre Anbieter eines solchen Services sind z.B.: rojo , bloglines oder netvibes .

    *paranoia on*

    Trotzdem sollte man nicht vergessen: Je mehr Services man von einem Anbieter wie z.B. Google nutzt, umso genauere Persönlichkeitsprofile lassen sich mit diesen Informationen erstellen. Ob das wünschenswert ist, muss jeder selbst entscheiden. Auf Beteuerungen des jeweiligen Anbieters, soetwas würde er niemalsnie machen, weil ihm der Datenschutz respektive demokratische Grundrechte ach so wichtig sind, würde ich mich jedenfalls nicht verlassen. Sobald es um kommerzielle Interessen geht, vergessen das Firmen schonmal. ;-) Das Google offenbar kein Problem damit hat Zensur zu unterstützen , ist nur das populärste Beispiel. Freie Projekte wie Wikipedia können da eher widerstehen. Woran dass wohl liegt? ;-)

    *paranoia off*

    Der Desktop der Zukunft? Looking Glass 3D als Live CD

    January 4th, 2007 by kafisch

    SLAX based LiveCD showcasing Sun Microsystem’s open source project “Project Looking Glass 3D” (LG3D). LG3D combines a stunning 3D UI with the benefits of Java (easily expandable and reusable code, platform independency, etc.).

    Rechenpower für grafische Effekte auf dem Desktop zu verschleudern tut man unter Linux i.d.R. via XGL bzw. Aiglx . Der 3D-Desktop à la Sun (Looking Glass 3D) könnte diese Lösungen blass ausehen lassen. Wer nicht bereit ist für Spielchen mit (oft) proprietären Grafikkartentreibern Zeit oder gar die Stabilität eines gut lfd. X-Window Systems zu gefährden, kann sich mit der frischen Looking Glass 3D - live CD anfixen .

    David Newlyn / “Wait Here With Me” (Driftrecords)

    December 27th, 2006 by kafisch


    drift007.jpg
    Besser spät als nie entdeckt: Wait Here With Me ist bereits am 30.10. bei Driftrecords erschienen. Nachdem ich mich für einige Driftrecord Releases nicht die Bohne begeistern konnte, hat’s diesmal meine Ohren gepackt. Feine Elektronik auf dezent dosiertem Rhythmus in flächigen Pads. Ja und auch pathetisch, aber ich denke, so soll’s sein. :-) Ein namens- & stimmungsähnlicher Release vom selben Ort, nur viel älter, ist übrigens auch sehr schön: A Year In Waiting von DoF .

    … an album of lush ambient pads, with scattered plinks of piano and bells. The songs are occasionally driven by a rolling bass and scant rhythmic textures.