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das Haus in dem wir wohnen
hat kein Gesicht,
Nase und Ohren fehlen.
Aber dafür hat es zahllose,
rechteckige Augen, die,
mit einigen wenigen Ausnahmen,
eigentlich immer offen sind
kühl und geduldig starrend,
spähend,
auf uns wartend.

das Haus in dem wir wohnen
ist einer riesigen Spinne nicht unähnlich.
wir schlurfen Abends in einen
der gierig lechzenden Münder,
unten, lassen uns verschlingen
um Ruhe zu finden
und uns Morgens wieder
auskotzen zu lassen.

das Haus in dem wir wohnen
nennt niemand von uns
"zu Hause".

15-08-1999